Donnerstag, 6. September 2007

Die Dekadenz ist eingezogen...

... und zwar direkt in unserem wenig dekadenten Hotelzimmer.

Sandra hat eine Bekannte ich Deutschland, die aus Thailand kommt. Ihre Kinder leben in Bangkok und arbeiten in einem Massageladen.

Nach langen Telefonaten, wer zu wem kommt, stnad dann fest: Wir bekommen Besuch in unserem Heim auf Zeit. Schwuppdiwupp haben wir unser Bett praepariert und dann ging es los. Sandra war insgesamt bestimmt 3 Stunden in Haenden von Ning. Oelmassage, Thaimassage, Kopfmassage, Fussmassage, Handmassage, Ruecken verdrehen und eine Spezial-Bauchmassage.

Nings Bruder hat mich zwei Stunden lang durchgeknetet, danach habe ich gefuehlt, als ob ich nur aus Pudding bestanden haette.

Ning hat ihre Finger auch in meinem Bauch versinken lassen. Es ist ein ziemlich freakiges Gefuehl, wenn du ploetzlich spuerst, wie sich deine Innereien bewegen. Anschliessend hat sie mir mit vollem Koerpergewicht ihre Finger in den Bauch gedrueckt. Nachdem sie losgelassen hatte, wurde es an allen moeglichen Stellen im Koerper knallheiss. Total faszinierend. Weiss der Henker auf welchen Punkten sie da rumgedrueckt hat. Das Gefuehl danach war gut. Wir waren nur froh, dass wir unser Mittagessen hatten ausfallen lassen. Denn das waere sicherlich nicht gut gegangen.

Nach dem ganzen Prozedere waren wir voellig fertig und rundrum in Oel gebadet. Das haben wir selbst mit einer ausfuehrlichen Dusche nicht wegbekommen.

Dienstag, 4. September 2007

Zwei krasse Tage in BKK

Nach dem anstrengenden Sonntag hatte ich mir fuer den Montag ein gemuetliches Besichtigungsprogramm zu Fuss ausgesucht.
Ganz am Anfang hat mich Sandra angesprochen und schnell beschlossen wir uns zusammen den Tag zu vertreiben.

Am naechsten Tempel sind wir von Frank, Gregor und Raffaela aufgegabelt worden. Diese Begegnung hat unser Leben fuer die naechsten zwei Tage veraendert.
In Windeseile sind wir quer durch Bangkok, haben Ecken gesehen, an die wir sonst nie gekommen waeren - aus den verschiedensten Gruenden.

Um den Tag rekonstruieren zu koennen, muss ich mir leider erst nochmal die Bilder angucken. Wir haben einfach zu viel gesehen. Nach diversen Tempeln, Fahrten mit allen moeglichen Verkehrsmitteln, Luxushotels, sportelnden Thais und einer Schifffahrt war der Tag dann irgendwann zu Ende.

Heute ging es mit einem Umzug in ein anderes Hotel weiter, danach erstmal kurz ausruhen, dann in die Hinterhofmosche, Entensuppe gegessen, zur XYZ (Name viel zu kompliziert, wird nachgereicht) Mansion, dann nach Chinatown und jetzt mal wieder den Draht in die Heimat pflegen.

Ich bin voellig am Ende, unglaublich. Mein Hirn ist total ueberfordert.

Wird dringend Zeit, dass es uebermorgen Richtung Meer geht.

Bilder werden ich dann hoffentlich morgen nachreichen koennen.

Wobei ich mir das bei der Kommentarfaulheit, die hier um sich greift (ich nenne die Herren, die den Mund vorher so voll genommen haben jetzt nicht beim Namen) ueberlege ich, ob ich den Service ueberhaupt noch anbieten soll.

Ja, das war ein Wink mit dem Zaunpfahl! ;-)

Sonntag, 2. September 2007

Chatuchak oder Weekendmarkt

Solltet ihr jetzt den Eindruck bekommen, wir machen hier fast nichts anderes als shoppen gehen - stimmt! Aber wir machen so ja quasi Kultururlaub, weil all die Maerkte ja ein Wahrzeichen Thailands sind und so. Ihr versteht schon!

Heute stand der Weekendmarkt auf dem Programm. Asiens groesster Markt, weswegen man am Eingang auch schon freundlich eine Karte in die Hand gedrueckt bekommt. Und das Ding ist sowas von hilfreich, der Ueberblick ist schnell weg und in dem Gassengewusel die Orientierung sowieso.

Es gibt dort alles zu kaufen, was es in Bangkok zu kaufen gibt oder so. Nur billiger. Haken an der Sache ist, dass man entsprechende Sache finden muss. Und das ist aufgrund der Groesse eine echte Heruasforderung. Aber es macht auch Spass.

Wenn es nur nicht so unglaublich schwuel gewesen waere. Mir lief die Sosse - nicht mehr schoen. Aber es muessen Opfer gebracht werden. Also haben wir uns tapfer durch das Gewusel gekaempft.

Unsere Einkaeufe hielten sich in Grenzen. Stefan hat eindeutig gewonnen - sowohl was die Anzahl als auch den Gesamtpreis angeht. Julias Plan Schuhe zu kaufen ist leider nicht aufgegangen. Dafuer konnte der Guertel von der Liste gestrichen werden. Immerhin. Hose kaufen war auch nicht drin, weil es in den "Laeden" keine Umkleiden gibt. Und da ist das Risiko bei einer Hose schon ein wenig hoch.

Wo es uns fuer die naechste Shoppingtour hinverschlaegt steht noch nicht fest, aber lange dauert es ganz bestimmt nicht mehr. ;-)

Ein Tag im Aquarium

Wie bereits angekuendigt, haben wir uns das volle Programm gegeonnt.
Erst gemuetlich gebruncht, dann ab ins Taxi und erstmal Bangkoks Wahrzeichen ausgiebig studiert - die Staus. Wir haben ewig gebraucht. Deswegen - so ist das in Asien - stand auch schon die naechste Mahlzeit an.
Nochmal gestaerkt machten wir uns auf in die Siam Ocean World.
Die freundliche Dame am Ticketschalter machte uns auf das Promotion Package aufmerksam: Eintritt zum Aquarium, Glasbodenboot fahren, Eis, Pepsi, Eintritt ins 4D-Kino und ein ungemein stylisher Stift mit dem wir unseren Aquariumspass ausfuellen haetten koennen. (Erklaertafeln fuer die Antworten waren leider in Thai) Das Ganze hat uns dann 650 Baht gekostet, also 14 Euro. Ich muss aber sagen, es war es sowas von wert. Was hatten wir einen Spass an dem Tag. In vielen kleinen und einem grossen und einem riesigen Aquarium gab es allerhand Fische, Meergetier, Seesterne, Pinguine, Otter, Wasserratten, Quallen und so zu sehen. Manchmal waren die Kaesten etwas eigentuemlich aufgemacht, aber wir sind hier schliesslich in Asien. Wir haben uns nochmal gefuehlt wie 5, deswegen passte das Bild mit Zuckerwatte vor der Sandburg (schlummert noch auf Kais Speicherkarte) bestens ins Bild.
Nach so vielen Fischen und anderem Getier, ging es nach einem kurzen Zwischenstopp im Souveniershop ins 4D-Kino. Lange haben wir geraetselt, was denn nun die 4. Dimension ist. Wir haben es am eigenen Leib erfahren. Waehrend des ziemlich schwachsinnigen Piratenfilms wackelten unsere Sitze, wir bekamen ordentlich Luft um die Ohren geblasen, Plastikschnuere peitschten um unsere Knoechel und am Ende gabs noch ne Runde Wasserdampf mitten ins Gesicht. Das Ganze passt herrlich zu dem Tag und war auch ein Heidenspass.

Im Anschluss schnell noch ne Runde durch ein paar Laeden gedreht, bevor wir uns Richtung Khao San Road zum essen bewegt haben. Den Abend haben wir gemuetlich ausklingen lassen.
Schoen war's!














Das Erlebnis Shoppen geht in die naechste Runde

Der eigentliche Plan am Donnerstag war erst in die Zeers Mall zu spazieren, um gleich eine Sammelbestellung an Reperaturen fuer elektronische Geraete aufzugeben. Nein, nicht ich, bis jetzt funktioniert alles noch. Aber dank des letzten Gewitters funktionieren saemtliche Handys, Kameras etc. wieder.
Ausserdem kannte kein Taxifahrer besagte Mall, der letzte wollte mir sogar unter Zuhilfenahme Umstehender erklaeren, dass es diese Mall gar nicht gibt.
Da klingelte auch schon das Handy, Treffpunkt direkt im Future Park. So heisst Shoppingtempel Nummer 2.
In Erwartung eines anstrengenden Abends, kehrten wir erstmal bei Svensen's ein, total gesund und so.
Dann packte Julia den Einkaufszettel aus... Ich war kurz geschockt, aber da rannte Stefan auch schon los.
Erste Mission Hemden fuer Stefan - nur mit langen Armen, kurzaermlig geht ueberhaupt gar nicht klar! ("Seh ich so aus, als ob ich nicht genug Geld fuer ganze Aermel haette!?)
Wie von Stefan gewohnt ging das ganze aber ganz schnell. Noch schneller waere es gegangen, wenn nicht auf Grund einer Versammlung/Besuchs schonmal die halbe Mall gesperrt gewesen waere. Ausserdem, gerade im Laden anekommen, ertoente die Koenigshymne oder so. Das bedeutet nichts anderes, als dass alle Leute wie angewurzelt stehen geblieben sind. Ganz so, als ob einer beim Film auf Pause gedrueckt hat. Sehr freakig das Ganze.
Naechste Erfahrung war der Staffellauf durch den riesigen Supermarkt. Einfach selber mal zu Walmart oder so und versuchen in kuerzester Zeit Sachen aus fast allen Ecken zusammen zu suchen.
Danach habe ich das Raetsel "Warum heben Asiaten die Fuesse beim Laufen nicht?" geloest. 1. Die Fussboeden sind so glatt, da geht gar nichts anderes. 2. (stammt von Stefan) beim normalen Laufen spritzt bei regennassem Untergrund der Dreck bis hoch an den Hintern, beim Schlurfen nicht.
Zur Kroenung des Tages ging es noch ins Kino "I know pronounce you Chuck and Larry". Karten kaufen war auch noch voellig problemlos. Dann mussten wir noch eine gute halbe Stunde ueberbruecken. Fuer Kurzweil hat aber die Dame am Obstshakecounter gesorgt. Nicht nur, dass ihre Englischkenntnisse rudimentaerst waren, mit Mathe war es bei der Dame auch nicht so weit her. Bitte langsam folgende Rechnung/folgenden Vorgang lesen, sonst gibt es Verwirrung.
Kostenpunkt 69 Baht. Das hat sie in ihre Kasse eingegeben. Ich lege ihr einen 100 Baht Schein hin. Das bekannte leicht verzweifelte Gesicht - ich fuerchte schon den Satz "No change". Aber soweit reicht das Englisch wohl nicht. Sie faengt an in ihrem eigenen Geldbeutel rumzukramen - und drueckt mir 11 Baht in Muenzen in die Hand. Fehlen also noch 20 Baht. Anstatt die aber einfach aus der Kasse zu nehmen (ich hab die ganz genau gesehen die Scheine), nimmt sie 100 Baht und verschwindet zum Verkaufsstand fuer Popocorn etc. nebenan. Stefan und ich setzen uns schonmal wieder. Irgendwann kommt sie unverrichteter Dinge mit dem Schein wieder. Mein Angebot ihren Schein zu wechseln versteht sie nicht oder will sie nicht annehmen. Alle versuchen mit ihr zu kommunizieren scheitern. Sie redet auf Thai auf uns ein, wir irgendwann nur noch auf Deutsch, immer darauf bedacht selbst nicht zu verdrehen wer jetzt was kriegt.
Ende vom Lied war, dass ich ihr meine 100 Baht wieder abgenommen hab, die 11 Baht zurueckgegeben hab und 70 Baht auf den Tisch gelegt habe. Das hat dann endlich geklappt.
Nach dem ganzen Trara konnten wir dann auch direkt durchstarten ins Kino.
Leider wurde uns unsere gute Pizza Hut Pizza abgeknoepft, aber gut.
Film war echt gut, im Kino schon lange nicht mehr so gelacht.

Alles in allem ein lustiger Nachmittag ;-)