Freitag, 31. August 2007

Streifzug durch die Umgebung

Da die anderen beiden jetzt doch laenger als geplant und gehofft an der Uni festgehalten werden, dehne ich meine Beschaeftigungstherapie in Bangkok ein wenig aus.

Gestern habe ich dann zu Fuss die Umgebung ein wenig erkundet.

Erst vorbei am Democracy Denkmal, das mitten in einem der heftigesten Kreisel in Bangkok steht. Drumherum brummt der Verkehr ohne Ende. Auf dem Rueckweg war die Ampel teilweise ausgefallen und ich habe Geleitschutz eines knackigen Polizisten bekommen, damit ich heil ueber die Strasse komme.

Ein Stueckchen weiter werden in Hinterhoefen die minikleinen bis riesigen Buddhafiguren angefertigt, die es in den Laeden drumrum - fein saeuberlich in Folie eingepackt - zu kaufen gibt. Aus welchen gruenden auch immer duerfen die aber nicht ausser Landes gebracht werden.

Dieser weisse Klotz ist das Rathaus. Die meisten finden es haesslich. Dass schoenste, was ein Architekt hervorbringen kann, ist es sicherlich nicht, aber in Deutschland fallen mir da spontan ganz andere Bausuenden ein.

Genau gegenueber ist - oh Wunder - ein Tempel. Im Reisefuehrer als einer der schoensten beschrieben, habe ich mir das gute Stueck mal angeschaut. Ist wirklich ein schoener, grosser Tempel.

Der Wandelgang aussenrum ist vollgepackt mit Buddhastatuen in exakt der gleichen Haltung. Nur sind manche schwarz und manche gold. An den Sockeln sind auch kleine Bildtafeln angebracht. Da alles auf Thai ist, habe ich allerdings kein Wort verstanden...

Zwischen Rathaus und Tempel steht die grosse Schaukel, das rote Gestell. Bis 1935 wurde hier auch jedes Jahr abenteuerlich geschaukelt, wobei in einer Art Schiffsschaukel irgendwie mit dem Mund Geld von irgendwoher geangelt werden musste. Klingt abenteuerlich - war es auch. Deswegen wurde es verboten. Das Ding ist auch nur ein Nachbau an einer leicht anderen Stelle, da es sonst dem Verkehr im Weg gestanden haette und das geht natuerlich nicht.

Im Inneren natuerlich wieder eine Buddhastatue. Das ist dann doch ein Vorteil gegenueber den Hindu-Tempeln. Man weiss hier immer, was drin ist. Nur die Position des Herren ist unterschiedlich.

An der Strassenecke fand sich dann auch noch ein Hindu-Tempel, geweiht dem Gott Vishnu. Obendrauf natuerlich ein Om, drumrum Glocken und der ganze Schnickschnack. Aber leider ganz direkt an einer riesigen Kreuzung gelegen.

Das ist ein anderer Tempel, den ich mir nicht mehr angeschaut habe. Aber ich wollte ihn dann doch bildlich fuer euch festhalten.
Angeschlossen ist ein Amulettmarkt, auf dem man wohl Amulette fuer und gegen alles bekommt. Vielleicht schau ich mir das nochmal wann anders an.


Mittwoch, 29. August 2007

Obststand auf Thai

Unzaehlige von diesen mobilen Obststaenden sind hier auf den Strassen unterwegs.
Gelagert wird alles auf Eis, weswegen es ratsam ist mit dem Verzehr ein wenig zu warten.
Das Obst wird in einer kleinen Plastiktuete in handliche Stuecke gehaemmert und mit einem Holzspiess aus jener geangelt.
Kostenpunkt fuer eine Portion liegt bei 10 Baht, egal welches Obst.
Sehr lecker der ganze Spass.

Meine Unterkunft hier

Auf vielfachen Wunsch hin, hier jetzt mal ein paar Bilder meiner Luxusabsteige.
Aber wie gesagt, eigenes Bad mit heissem Wasser 24 Stunden am Tag.
Unter der Decke baumelt noch ein Ventilator.

Die Matratze in diesem Bett gibt sogar nach, genau so wie die Kissen. Das war in dem anderen Zimmer, in dem ich letzte Woche gepennt habe ueberhaupt nicht der Fall.


Das ist die typische Konstruktion asiatischer Baeder. Das ganze Bad ist die Duschwanne. Nachteil der Sache ist, dass nach einer Dusche alles unter Wasser steht.
Der Schlauch links neben dem Klo ist der Klopapierersatz. ;-)

Das oben ist die Vorrichtung zum Regulieren der Ventilatorgeschwindigkeit. Wer jetzt denkt, okay, 1 ist der Start, 4 volle Pulle! Falsch!!! Hier funktioniert alles anders, deswegen dreht das Ding bei 1 voll durch und die Angst, dass er als Hubschrauber durch den Raum segelt wahrscheinlich nicht unbegruendet. Deswegen laeuft das Ding bei mir nur auf Stufe 4, reicht auch, damit ich morgends aussehe wie ein Fisch.

Die Konstruktion unten ist das Sicherheitsschloss von innen ;-)

Stromverteilung in Asien

ist dann doch ein bisschen was anderes.

Wie heute unter Beweis gestellt, kann auch das heftigste Gewitter diesen wirren Konstruktionen nichts anhaben, Strom blieb.

War in Indien ja durchaus schonmal anders ;-)


Die Taxis hier...

... sind wie gesagt fast alles Toyota Corolla und es gibt sie in den unterschiedlichsten Farben.
Ein paar Exemplare habe ich waehrend meines Abendessens mal eingefangen.

Desweiteren laeuft das mit dem Taxifahren hier so:
Anhalten, versuchen dem Fahrer verstaendlich machen, wo es hingeht, bei Erfolg einsteigen.

Dann legt das meter los:
Startpreis sind 35 Baht, da sind die ersten zwei Kilometer schon drin.

Da sich der Verkehr hier des Oefteren mal staut, gibt es auch eine Regel fuer Standzeiten: Jede Minute kostet 1,25 Baht.

Ausserdem zeigt das meter auch noch die Distanz an, die man schon hinter sich gebracht hat.

Mein bisheriger Rekord: Auf einer Strecke von gut 7 Kilometern eine Standzeit von 38 Minuten. Dabei bin ich aber auch durch halb Chinatown gekrochen, so gab es wenigstens was einigermassen spannendes zu gucken.
So ist das halt, wenn Frau Meyer meint im Hauptverkehrschaos von A nach B zu wollen. ;-)




Dienstag, 28. August 2007

Der Shoppingwahnsinn

Shopping hat hier mal ganz andere Dimensionen.

Von den unzaehligen Staenden an den Strassen mal ganz abgesehen, kennt der Luxus hier keine Grenzen.

In Bangkok gibt es ein Shoppingcenter, in dem nicht nur saemtliche Designer zu finden sind (entweder eigener Laden oder Plaetzchen im Departmentstore oder beides), sondern auch Niederlassungen von Ferrari, Maserati etc. Echt unglaublich!
Es ist ueberhaupt kein Problem einen ganzen Tag dort zu verbringen (habe ich heute getan) und immer noch nicht alles gesehen zu haben.

Falls einen der Hunger ueberkommt, ueberhaupt kein Problem, im Keller gibt es das Schlaraffenland. Da gibt es Niederlassungen von allen moeglichen Ketten, die etwas zu essen oder zu trinken verkaufen. Starbucks hat sogar gleich drei Filialen in dem Einkaufszentrum.

Wem shoppen nicht reicht oder um den Herren der Schoepfung zu beschaeftigen, der kann in eins der drei Kinos gehen, davon ein Imax, oder in ein riesiges Aquarium eintauchen. Das mit dem Eintauchen ist woertlich zu nehmen, in dem Ding kann man wohl auch tauchen gehen.
Das Aquarium werde ich mir auch mal angucken, da wird dann aber ein ganzer Tag eingeplant. Kostet schliesslich satte 10 Euro Eintritt. Die nehmen es hier wirklich nicht von den Toten.

Eintrag verloren gegangen

So ist das manchmal, wenn man keinen blassen Schimmer hat, ob man den richtigen Button angeklickt hat, da die Beschriftung in Thai ist.

Also nochmal von vorne die Erklaerung zu meinem Wochenendtrip:

Freitag Nachmittag bimmelte mein Handy, Stefan dran.
"Lust am Wochenende mit anderen international students wohin zu fahren?" "Ja, warum nicht!"

Somit war die Sache geritzt, Freitag Abend gab es noch einen Anruf, wann ich an der Uni sein soll. Mehr Planung war nicht, wuerde ja auch gar nicht zu dem Urlaub passen.

Nach und nach trudelten dann Deutsche (Melanie, Stefan, David, Kai und die bekannten Stefan und Julia), Franzosen (Melanie, Stefanie, Antoine und Lionel) plus der Hollaender Sander ein.

Nachdem dann auch der Vanfahrer endlich aufgekreuzt war, ging es los.

Die Reisestationen koennt ihr weiter unten nachlesen.

War auf jeden Fall sehr lustig das Ganze und ich hoffe nicht das letzte Mal.

Montag, 27. August 2007

Kleiner Regenstandsanzeiger

Bis auf den einen Schauer, der uns beim gemuetlichen Essenverzehr erheitert hat, hat es hier - im Gegensatz zur Prognose mancher Herren daheim - nicht mehr geregnet. Ich glaube einmal nachts, aber das zaehlt nicht.
Dafuer hat es uns jetzt auf dem Weg zurueck nach Bangkok erwischt.
Mit guter Musik auf den Ohren (natuerlich deine Jan, was denn auch sonst?) bin ich schoen weggeschlummert. Aufgewacht bin ich von komischen Geraeuschen, die von unter dem Auto kamen. Boese Erinnerungen an Indien kamen hoch (Strassenhunde gibt es in Thailand schliesslich auch nicht gerade wenige), aber des Raetsels Loesung war einfach nur Regen. Und der kam aber gerade in Massen vom Himmel.
Da auf die Funktion der Kanalisation nicht so unglaublich viel Wert gelegt wird, bildete sich auf der Strasse eben ein See, durch den die Autos eben wie Amphibienfahrzeuge geschwommen sind.
Okay, so manchen tiefer gelegten BMW hat es erwischt und er ist haengen geblieben, aber unser Minivan hat sich tapfer den Weg zum naechsten Departmentstore gebahnt, den wir voellig ausgehungert (wir hatten immerhin seit 4 Stunden nichts mehr gegessen) auf der Suche nach essbarem ueberfallen haben.

In Bangkok hat es wohl auch geschuettet, da bei meiner Heimkehr die ganzen Staende noch alle fein saeuberlich mit 30 minikleinen Planen abgedeckt waren.

Heute ist es deswegen erstmal wieder so richtig schwuel, aber ich eh zu kaputt vom Gewaltmarsch, um mich viel zu bewegen. ;-)

Bootstour durchs Paradies






Unsere Unterkunft im Nationalpark

So idyllisch haben wir gewohnt/geschlafen.
Zumindest bis morgends um 6 die Boote vorbeigedonnert sind. Aber so war ich wenigstens wach und konnte die Atmosphaere geniessen, hatte auch seine Vorteile.

An dieser Stelle erwarte ich jetzt aber neidische Kommentare, sonst hoere ich sofort auf zu schreiben!




Die Bruecke am Kwai

Zu sehen gibt es nur noch einen verkleinerten Nachbau an der falschen Stelle.

Wer mehr wissen will, der kann bei Wikipedia nachgucken

http://de.wikipedia.org/wiki/Death_Railway

Ich muss zugeben, ich bin gerade etwas zu faul, um das ganze hier aufzubereiten ;-)



Phra Pathom Chedi - das groesste buddhistische Bauwerk der Welt

Dieses 127 m hohe Bauwerk lag sozusagen auf der Strecke, weswegen wir uns das nicht entgehen lassen wollten.
Schon echt beeindruckend und der Wandelgang rundrum ist voll mit unterschiedlichen Buddhastatuen.
Gleich am Anfang steht ein grosser liegender Buddha, an dem auch fleissig gebetet, Kerzen angezuendet und kleine Statuen mit Blattgold beklebt wurden.
In einer Ecke sass ein alter Moench und hat Leute mit Weihwasser bespritzt.





Thai-Massage

Wat Po ist ja nicht nur stumpfes Sight-Seeing-Programm fuer uns gewesen, nein, Julia und ich haben es auch gleich mit einer ordentlichen Thai-Massage verbunden. (Manch einer wundert sich wahrscheinlich, warum ich eine Woche gebraucht habe, bis ich auf der Liege lag...)

Und in Wat Po ist die beruehmteste Massageschule untergebracht. Also wenn durchkneten lassen, dann unbedingt da.

Nicht ganz preiswert das Vergnuegen mit 360 Baht (ca. 8 Euro) pro Stunde, aber ein Erlebnis der besonderen Art.

Erstmal mussten wir unsere Roecke gegen fesche blaue Hoeschen tauschen und ab ging es auf die Liege.

Eine Stunde lang hat mich ein Herr mit seinem ganzen Koerpergewicht in alle erdenklichen Richtungen gebogen. Angenehm ist das ueberhaupt nicht, so lange die mit Haenden, Ellbogen und Fuessen auf dir rumeiern. Stellt euch einfach vor, ihr liegt auf der Seite und jemand drueckt mit voller Gewalt seinen Ellbogen in euren Allerwertesten. Oder einfach mal mit dem Daumen selbst so fest es geht in die Wade druecken. Herrliches Gefuehl, wenn der Schmerz nachlaesst.

Aber danach war echt okay, keine anhaltenden Schmerzen, nur ein blauer Fleck am Arm. Das werden wir auf jeden Fall nochmal machen.

Wat Po

Wat Po, der Ort mit dem groessten liegenden Buddha, der gerade auf dem Weg ins Nirvana ist. Auf den klitzekleinen Fusssohlen sind alle 108 Stadien vermerkt, die Buddha durchlaufen ist, bevor er den Weg ins Nirvana antreten konnte.

Auf den Fotos sind der ganz ueberschaubar aus, aber das Ding ist riesig. Da die Halle ohne grossen Landverlust ziemlich eng drumherum gebaut ist, kriegt man die wahren Dimensionen auch gar nicht so richtig verarbeitet.

Sehr angenehm war, dass wir ziemlich spaet da waren und damit auch die einzigen in dieser Halle, keine kichernden Japaner oder Chinesen, kein staendiges Blitzlicht und das Licht war einfach toll.