Ja, Inselleben in Thailand mag man sich so vorstellen - blaues Wasser, weisser Strand, gruene Palmen, bunte Cocktails, lecker Essen, alles gut.
Okay, bis jetzt war es das auch, bis vorgestern Nacht erst Regen einsetzte und sich das Gewitter dann irgendwann ueberlegt hatte, dass es ueber dem Meer doch nicht so schoen ist und es sich lieber ueber der Insel entleeren moechte.
Erst habe ich gebangt, dass unser Dach kein Loch hat - Plastikwellblech sei Dank ist soweit alles trocken geblieben. Irgendwann hat es dann nur durch die Waende getropft, aber da hatten wir unsere Sachen zum Glueck schon in Richtung Mitte geschoben.
Irgendwann bin ich dann wieder eingeschlafen. Wurde aber von dem unschoenen Geraeusch eines abknickenden und dann umstuerzenden Baumes geweckt. Und das Ding landete natuerlich nicht irgendwo, sondern hat sich ueber unser Dach den Weg auf den Nachbarbungalow gebahnt. Ich war kurz fest davon ueberzeugt, dass bei uns gleich eine Wand fehlt. Aber das ist nochmal gut gegangen.
Scheinbar war das Ganze fuer mein Unterbewusstsein doch etwas viel. Nach einiger Zeit sass ich hellwach im Bett, Tino neben mir voellig verwirrt. Den Armen hatte ich geweckt, weil ich im Schlaf geschrien habe. Ich bitte nochmals um Verzeihung dafuer. Angeblich war der Schrei auch in der Nachbarhuette noch zu hoeren.
Am naechsten Morgen ging dann das grosse Aufraeumen los. Zum Baumheben wurde dann ein Fahrzeug mit Seilwinde besorgt. Dass dabei dann noch fast die Stromleitung runtergerissen wurde, passte irgendwie nur zu der Aktion.
Aber kein Grund zur Sorge, allen geht es bestens und der Schaden ist behoben.